Haartransplantation Wiki - Glossar

Es ist äußerst wichtig die Richtigen Begriffe zu kennen, wenn man darüber nachdenkt sich einer Haartransplantation zu unterziehen. Denn manchmal verbergen sich hinter den Fachbegriffen andere Dinge als vielleicht gedacht.

Haartransplantation Wiki - Unser Glossar erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe in Sachen Haartransplantation.
Zum besseren finden und nachlesen ist unser Glossar alphabetisch geordnet.

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Der „Back-Stretch-Effekt“Diese unerwünschte Verbreiterung der Narben kann dann auftreten, wenn die Hautspannung zu groß ist. Der Back-Stretch-Effekt kann bei der Strip-Haartransplantation auftreten (besonders wenn sich um einen Folgeeingriff handelt) beziehungsweise bei der sogenannten Scalp Reduction (siehe auch Scalp Reduction)
Blade (dt. Klinge)Mit diesem speziellen Instrument („Blade“) werden die Haarkanäle (siehe „Slits“) geöffnet, in die später die entnommenen Grafts („siehe Grafts“) eingesetzt werden.
BodygraftsMit diesem Begriff sind Grafts gemeint, die nicht aus der Kopfhaut entnommen werden, sondern aus anderen Körperstellen. Bodygrafts können zum Beispiel aus dem Brustbereich, aus den Armen, aus den Oberschenkeln oder vom Rücken entnommen werden. Das ist dann der Fall, wenn nicht mehr genug Grafts im Haarkranzbereich vorhanden sind, zum Beispiel bei Opfern eines Brandes oder bei Menschen, die sich schon sehr vielen Haartransplantationen unterzogen haben. Die entnommenen Körperhaare wachsen nach ein- bis zwei Jahren genauso dick und dicht wie die Kopfhaare nach.
Chiou ImplanterEin spezielles Instrument, das von Dr. Chiou (Südkorea) entwickelt wurde. Ein Einsatz des Chiou Implanters wird allerdings nicht empfohlen, da es die FUs sozusagen „begräbt“.
Chubbier GraftsHier handelt es sich um Grafts, die speziell dafür entnommen werden um Narben , wie sie zum Beispiel bei der Strip-Technik beziehungsweise der Scalp reduction Technik, zu überdecken. Durch die besondere Entnahmetechnik und die sorgfältige Auswahl der Grafts wird die Anwuchsrate um 50% - 80% auf dem Narbengewebe verbessert.
Donor-BereichHiermit ist das Spenderareal gemeint, das im sogenannten Haarkranzbereich am Hinterkopf liegt.
ExpanderHier handelt es sich um eine Art Ballon der unter die Kopfhaut geschoben und dort vorsichtig aufgepumpt wird. Dies dient dazu die Kopfhaut ausreichend zu dehnen, damit die sogenannte Scalp-Reduction durchgeführt werden kann (siehe Scalp Reduction)
Extraction Needle (Nadel)Hiermit ist die Hohlnadel gemeint, mit der die Grafts bei der FUE-Technik entnommen werden
Extraction HolesMit diesem Begriff werden die winzig kleinen Löcher bezeichnet, die zurückbleiben, wenn Grafts aus dem Spenderbereich (Donorbereich) entnommen werden. Diese heilen in der Regel nach wenigen Tagen ab.
Face IndexEs gibt eine spezielle Formel zur Berechnung der Gesichtsproportionen vor einer Haartransplantation, damit das Endergebnis möglichst natürlich und harmonisch wirkt. Mit dem Face Index wird die Haarlinie berechnet. Allerdings wird ein erfahrener Schönheitschirurg nicht nur rein nach einer mathematischen Formel gehen, sondern sich auch auf seine Erfahrungswerte verlassen. Bei dem Face Index handelt es sich um eine klassische Da Vinci Formel
FU (Follicular Unit)Übersetzt bedeutet Follicular Unit Haarfollikelgruppe. Die Haarfollikel umgeben die Haarwurzeln und verankern dadurch das Haar in der (Kopf-)Haut. Diese wachsen in der Regel in Vierer-, Fünfer oder Sechser- Gruppen.
FUE (Follicular Unit Extraction)Bei der FUE-Technik werden die FU‘s schonend mit einer Hohlnadel einzeln aus dem Spenderbereich entnommen. Ein weiterer Vorteil der FUE-Technik: Es bleiben keine Narben zurück
FU-StripHiermit ist der Hautstreifen gemeint, der bei der Strip-Technik aus dem Spenderbereich entnommen wird. Aus diesem werden anschließend unter Zuhilfenahme von Mikroskopen die FU‘s extrahiert. Bei der Strip Technik besteht allerdings die Gefahr, dass größere Narben zurück bleiben können.
GraftAnderer Begriff für die extrahierten Follicular Units (Haarfollikel)
Graft-ExecutionHiermit ist die Zerstörung von Grafts bei der Strip-Technik, Perlenkettentechnik beziehungsweise dem Scalp-Reduction Eingriff gemeint, da der Schnitt direkt in die behaarte Kopfhaut gesetzt wird. Bei der FUE-Technik kommt es zu keiner Graft-Execution.
HaarfollikelSiehe FU
HaarlinieDer Übergang zwischen der Stirn und dem Haaransatz. Die Haarlinie ist von großer Bedeutung bei einer Haartransplantation.
Hair Back TechnikManche Haare wachsen im Spenderbereich nach der Entnahme sofort wieder nach
HTKurz für Haartransplantation
HMKurz für Haarmultiplikation
KopfhautWird in manchen Kliniken auch Scalp genannt
Lateral SlitsManche Haarkanäle werden mithilfe von Skalpellen waagerecht geöffnet, um später eine natürliche Wuchsrichtung zu erreichen.
Macro-GraftsAuch Perlenkettenmethode oder Perlenkettentechnik. Eine stark veraltete Methode zur Haartransplantation. Bei diesem Eingriff besteht große Gefahr, dass Narben zurückbleiben. Deswegen ist von der Perlenkettentechnik dringend abzuraten.
Mini/Micro GraftsBezeichnung für die Grafts, die bei der Strip Methode gewonnen werden. Diese werden zerteilt und nicht in ihrer natürlichen Gruppe gelassen.
NährlösungDiese befindet sich in der PET Schale, in der die Grafts vor dem zweiten Behandlungsschritt aufbewahrt werden. Sie versorgt die Follikel mit bestimmten Nährstoffen und erhöht die Anwuchsrate. Wird auch Solution genannt.
NarbenWerden in manchen Kliniken „Scars“ genannt
NarbenverkleinerungDurch das (teilweise) Herausschneiden der Narbe durch einen Schönheitschirurgen soll diese verkleinert werden. Allerdings droht auch hier der Back-Stretch-Effekt
NeedleholesDie Haarkanäle werden bei der FUE-Technik mit Hilfe von sehr filigranen Nadeln geöffnet. Diese werden dann als Needleholes beziehungsweise Nadellöcher bezeichnet.
PETSpezielle Laborschale in der die Grafts vor dem zweiten Behandlungsschritt zwischengelagert werden
PunchEin anderes Wort für die Hohl- beziehungsweise Extraktionsnadel
Redness (Rötungen) Je nach Beschaffenheit der Kopfhaut können auch längere Zeit nach dem Eingriff Rötungen zurück bleiben. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, und um ein optimales Ergebnis zu erreichen, sollte der Patient circa 6 Wochen lang auf Sauna, Solarium, Schwimmbad etc. verzichten. Außerdem sollte das Spezialshampoo und die Lotion verwendet werden. Spätestens nach sechs Monaten sollten die Rötungen verschwunden sein.
Reduction- und Strip Scar Syndrom Bei einer Haartransplantation die mit der Strip- beziehungsweise Scalp Reduction Technik durchgeführt wird, gehen nicht nur während des Eingriffs durch den Schnitt direkt in die Kopfhaut viele Grafts verloren. Auch anschließend kann es zu vermehrtem Haarausfall kommen. Durch den tiefen Schnitt, der bei diesen Eingriffen durchgeführt wird können unter Umständen Blutgefäße und auch Nerven durchtrennt werden. Durch das anschließende vernähen der Wundränder kann zudem eine Zugspannung entstehen. Dadurch bekommen die Haarfollikel an den Wundrändern zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe und sterben dadurch ab. Zurück können hässliche kahle Stellen bleiben.
Reparatur (Repair-Work)Nachbesserung misslungener Haartransplantationen
Sagittal SlitsManche Haarkanäle werden für die Grafts mit Skalpellen mit schrägen Einschnitten geöffnet
Scalp-Reduction TechnikBei dieser Technik werden die kahlen Stellen aus der Kopfhaut heraus geschnitten und die behaarten Stellen anschließend wieder miteinander vernäht.
SheddingNach einer Haartransplantation fallen nach einem gewissen Zeitraum die transplantierten Haare wieder aus. Das ist aber ein völlig normaler Vorgang. Nach circa vier Wochen fangen die „neuen“ Haare dann an zu sprießen.
Shock Fall OutManchmal ist es nötig, die Grafts zwischen bestehenden Haaren einzusetzen. Diese können dann unter Umständen ausfallen. Nach drei bis fünf Monaten wachssen diese jedoch dann wieder nach. Allerdings kommt es nicht bei jedem Patienten zu einem Shock-Fall Out oder in jedem Areal, wo Grafts in bestehende Haare integriert wurden. Eine Vorhersage ist deswegen eher schwierig
Strip -HaartransplantationWird auch FUT-Technik genannt. Hier wird ein schmaler Hautstreifen aus dem Spenderbereich entnommen, aus dem anschließend die Grafts extrahiert werden. Bei dieser Technik besteht die große Gefahr, dass Narben zurück bleiben können.