Haartransplantation im Dämmerschlaf

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Haartransplantation im Dämmerschlaf

Eigentlich ist eine komplette Betäubung bei einer Haartransplantation nicht notwendig.

In der Regel reicht es aus, wenn Spender- und Empfängerareal (also die Kopfhaut) örtlich betäubt werden.

Doch es gibt Patienten, die Bedenken oder zu viel Angst vor einem solchen Eingriff unter örtlicher Betäubung haben.

Auch für diese Patienten gibt es eine Lösung: Eine Haartransplantation im Dämmerschlaf (wird auch Analogsedierung genannt).

 

Was ist der Dämmerschlaf und wie ist der Ablauf?

 

Wünscht der Patient einen Eingriff unter Dämmerschlaf wird das zentrale Nervensystem durch die Gabe von Medikamenten gedämpft. Das geschieht mithilfe von Anästhetika die mit Sedativa (Schmerzmitteln) kombiniert werden. Haartransplantation im Dämmerschlaf - Haartransplantation im Dämmerschlaf

Welche Medikamente dabei zum Einsatz kommen ist von Arzt zu Arzt verschieden. Der Patient kann während des Beratungsgesprächs gerne Fragen dazu stellen. Der behandelnde Chirurg gibt hierzu mit Sicherheit fachgerechte Auskunft.

Im Gegensatz zur Vollnarkose muss der Patient unter Dämmerschlaf auch nicht nüchtern sein.

Die Mittel werden in der Regel intravenös und/oder oral verabreicht. Auch das ist von Arzt zu Arzt verschieden.

Die lokale Betäubung der Kopfhaut geschieht mit Hilfe einer Spritze, allerdings erst nachdem der Patient schon ganz entspannt im Dämmerschlaf liegt.

 

Der Dämmerschlaf ist ein sehr gutes Hilfsmittel, gerade bei Patienten die sehr große Angst vor einem operativen Eingriff haben. Mithilfe der Analogsedierung kann somit auch ängstlichen Menschen geholfen werden, sich den Traum von einer Haartransplantation zu erfüllen.
Vorteile
+ die Schmerzbelastung wird gemildert

+ Es muss keine Voruntersuchung erfolgen

+ Der Patient muss nicht nüchtern sein

+ Der Eingriff wird sozusagen verschlafen

+ Der Patient atmet selbständig

+ Geeignet auch für Patienten die unter Problemen mit dem Herz-Kreislaufssystem leiden
Nachteile
-In sehr seltenen Fällen kann es zu einer starken Unruhe des Patienten kommen, da dieser zwar schläft, das Unterbewusstsein aber nicht ausgeschaltet ist. Wird diese Unruhe extrem, kann es sein, dass der Eingriff abgebrochen werden muss.

-Manche Patienten fühlen sich nach dem Tiefschlaf „wie gerädert“.

-Nach der Sedierung ist eine Teilnahme am Straßenverkehr strengstens untersagt!