Haarausfall durch Jodmangel: Wenn die Schilddrüse Probleme bereitet

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Jod ist ein wichtiges Spurenelement, das der menschliche Körper nicht selbst produzieren und nur in geringen Mengen speichern kann. Es ist wichtig für die Gesundheit der Schilddrüse. Fehlt es, macht sich das mit einer Schilddrüsenunterfunktion und weiteren Problemen bemerkbar. Wie kann es zu einem Haarausfall durch Jodmangel kommen?

Wie entsteht ein Haarausfall durch Jodmangel?


Da der menschliche Körper Jod nicht selbst bilden und auch nur in geringen Mengen speichern kann, kommt es darauf an, dass Sie genügend Jod mit Ihrer Nahrung aufnehmen. Bekommt Ihr Körper zu wenig Jod, kommt es zu einem Jodmangel. Er führt zu einer krankhaften Veränderung der Schilddrüse. Die Schilddrüse vergrößert sich. Es kann auch zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen.

Die Schilddrüse kann die für den Stoffwechsel wichtigen Hormone

  • Thyreotropin (TSH)

  • Trijodthyronin (T3)

  • Thyroxin (T4)


nicht mehr in ausreichender Menge produzieren.

Die Schilddrüsenhormone sind an vielen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt. Werden sie nicht ausreichend produziert, kann sich das auf verschiedene Weise bemerkbar machen. Auch die Haarfollikel können von einem Jodmangel betroffen sein. Der Körper benutzt die Schilddrüsenhormone, um seine wichtigsten Funktionen aufrechtzuerhalten. Da die Haare nicht lebensnotwendig sind, werden sie nur wenig mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Die Kopfhaut wird nicht ausreichend durchblutet.

Wie zeigt sich der Haarverlust, wenn es an Jod mangelt?


Die Haare durchlaufen einen Wachstumszyklus, der sich aus drei Phasen zusammensetzt. In der Wachstumsphase, die zwei bis sechs Jahre dauert, befinden sich ungefähr 80 Prozent der Haare. Die Haarfollikel werden gut mit Nährstoffen versorgt. In der nur zwei Wochen dauernden Übergangsphase befinden sich ungefähr zwei Prozent der Haare. Die Haare werden nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und stellen ihr Wachstum ein.

An die Übergangsphase schließt sich die Ruhephase an, in der sich 15 bis 18 Prozent der Haare befinden. Diese Phase dauert drei bis sechs Monate. Damit sich die Haarfollikel regenerieren können, fallen die Haare aus. Die Haarfollikel müssen sich erholen, um wieder neue Haare hervorzubringen. Der Zyklus beginnt von vorn.

Ein Haarausfall durch Jodmangel entsteht, da sich die Haarfollikel nicht mehr regenerieren können. Die Haarfollikel kehren aus der Ruhephase nicht mehr in die Wachstumsphase zurück. Die Haare fallen aus und wachsen nicht mehr nach, wenn Sie dem Körper nicht das notwendige Jod zuführen.

Da viele Haarfollikel von einer Schilddrüsenunterfunktion und einem Jodmangel betroffen sind, fallen die Haare auf dem gesamten Kopf gleichmäßig aus. Es kommt zu einem diffusen Haarausfall.
Bemerken Sie einen diffusen Haarverlust, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Er nimmt eine Blutuntersuchung vor und kann feststellen, ob ein Jodmangel oder eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt. Er kann auch eine andere Ursache von Haarverlust feststellen.

Wie kann ein Jodmangel eintreten?


Ein Jodmangel entsteht durch eine falsche und einseitige Ernährung. Deutschland gehört, so wie viele andere Länder in Europa, zu den Regionen mit den jodärmsten Böden. Da sich in den Anbauflächen nur wenig Jod befindet, gelangt es nur in äußerst geringen Mengen in Gemüse und andere pflanzliche Lebensmittel.

Um eine Grundversorgung mit Jod zu sichern, gibt es Speisesalz, das mit Jod angereichert ist. Da Jod in verschiedenen tierischen Lebensmitteln vorkommt, leiden vor allem Veganer unter einem Haarausfall durch Jodmangel. Um eine gute Versorgung Ihres Körpers mit Jod zu gewährleisten, sollten Sie auch tierische Lebensmittel wie

  • Milchprodukte

  • Seefisch wie Kabeljau oder Hering

  • Schalentiere

  • Eier


zu sich nehmen.

Auch in Algen ist Jod reichlich enthalten. Jod kommt aber auch in verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln wie Bohnen, Champignons oder Brokkoli vor.

Ein Jodmangel kann jedoch auch durch verschiedene Magen-Darm-Erkrankungen auftreten. Das Jod aus der Nahrung wird dann nicht richtig vom Körper aufgenommen.

Wie zeigt sich ein Mangel an Jod?


Kommt es zu einem Jodmangel und damit verbunden zu einer Schilddrüsenunterfunktion, kann sich das nicht nur mit einem Haarverlust zeigen. Schon bevor es zu einem Haarausfall durch Jodmangel kommt, können sich

  • Gewichtszunahme

  • Müdigkeit

  • Schwellungen am Hals (Kropf)

  • trockene und schuppige Haut

  • Lern- und Merkschwierigkeiten
    zeigen.


Bemerken Sie solche Symptome, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Jod?


Wie viel Jod Sie am Tag benötigen, hängt von Ihrem Alter und von Ihrer individuellen Verfassung ab. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V empfiehlt folgende Mengen pro Tag:

  • Säuglinge 40 bis 80 Mikrogramm

  • Kinder von 1 bis 10 Jahren 100 bis 140 Mikrogramm

  • Kinder von 10 bis 15 Jahren 180 bis 200 Mikrogramm

  • Jugendliche ab 15 Jahre und Erwachsene bis 50 Jahre 200 Mikrogramm

  • Erwachsene ab 51 Jahre 180 Mikrogramm

  • schwangere Frauen 230 Mikrogramm

  • stillende Mütter 260 Mikrogramm


Wie können Sie einem Jodmangel vorbeugen?


Möchten Sie einem Haarausfall durch Jodmangel vorbeugen, sollten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten und auch tierische Lebensmittel mit Jod zu sich nehmen. Ernähren Sie sich vegan, sollten Sie Ihre Speisen mit Jodsalz würzen. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung und bei der Verwendung von Jodsalz besteht keine Gefahr einer Überdosierung von Jod. Lediglich bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Jod kann es zu einer Überdosierung kommen. Sie sollten solche Nahrungsergänzungsmittel nur in Absprache mit Ihrem Arzt anwenden.

Fazit: Jod ist wichtig für gesundes Haarwachstum


Jod ist wichtig für die Gesundheit der Schilddrüse. Kommt es zu einem Jodmangel, können verschiedene Schilddrüsenerkrankungen und eine Schilddrüsenunterfunktion die Folge sein. Ein Haarausfall durch Jodmangel tritt ein, da sich die Haarfollikel nicht regenerieren und nicht in die Wachstumsphase zurückkehren können. Der Haarverlust tritt diffus auf.

Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, die auch tierische Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Eier und Seefisch enthält, können Sie einem Jodmangel vorbeugen. Auch dann, wenn Sie sich vegan ernähren, können Sie einem Jodmangel entgegenwirken, indem Sie zum Würzen jodiertes Speisesalz verwenden. Eine Überdosierung ist so gut wie ausgeschlossen.
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