Haarausfall bei Borreliose: Eine Krankheit mit vielen Gesichtern

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Sie sehen aus wie kleine Monster und lauern auf Bäumen sowie im hohen Gras. Sie warten auf einen Menschen oder ein Tier, bei dem sie Blut saugen können. Die Rede ist von Zecken. Sie können die gefürchtete Borreliose übertragen. Wie kommt es zu einem Haarausfall bei Borreliose?

Warum kann ein Haarausfall bei Borreliose auftreten?


Hat der winzige Blutsauger ein menschliches Opfer gefunden, macht sich der Zeckenbiss nicht immer bemerkbar. Daher können sich die Erreger der Borreliose ungehindert im Körper ausbreiten. Eine sogenannte Wanderröte um die Bissstelle herum tritt oft erst einige Tage nach dem Zeckenbiss auf.

Ausgehend von der Einstichstelle breitet sie sich kreisförmig aus. Sie kann einige Wochen oder Monate bestehen bleiben. Eine Wanderröte kann nach einem Zeckenbiss auch völlig ausbleiben. Sie äußert sich in verschiedenen und teilweise untypischen Formen, weshalb sie mitunter von Ärzten nur schwer zu erkennen ist.

Die Borreliose tritt oft erst Jahre nach der Infektion durch den Zeckenbiss auf, da die Erreger lange im Körper überdauern und sich unbemerkt vom Immunsystem im Körper verbergen können.

Eine Borreliose kann verschiedene Beschwerden verursachen. Ein Haarverlust durch Borreliose ist bereits möglich, bevor sich die Erkrankung mit anderen Symptomen zeigt. Die Erreger können die Kopfhaut infizieren. Die Haarfollikel werden geschädigt und sterben schlimmstenfalls ab. Ist das der Fall, wachsen an den kahlen Stellen keine neuen Haare mehr nach.

Wie zeigt sich der Haarverlust nach einer Borreliose-Infektion?


Haben Sie sich mit Borreliose infiziert, kann es mitunter Jahre dauern, bis ein Haarausfall eintritt. Fallen Ihnen nicht nur die Haare aus, sondern schmerzen Ihnen vor allem beim Kämmen auch die Haarwurzeln, kann das auf einen Haarausfall bei Borreliose hindeuten. Oft werden die Haare zunächst stumpf und brüchig, da die Haarfollikel nicht mehr genügend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.

Häufig fallen die Haare auf dem gesamten Kopf gleichmäßig aus - es kommt zu einem diffusen Haarausfall. Da es sich bei Borreliose um eine Infektion handelt, ist auch ein kreisrunder Haarverlust möglich. Auf dem Kopf bilden sich etwa münzgroße, kahle, kreisrunde Stellen. Sie sollten, wenn Sie die ersten Anzeichen von Haarverlust spüren und unter Haarwurzelschmerzen leiden, einen Arzt konsultieren. Anhand einer Blutuntersuchung stellt er fest, ob Sie mit Borreliose infiziert sind.

Was sind die Symptome von Borreliose?


Es ist schwer, eine Borreliose zu erkennen, da sie oft erst Jahre nach einer Infektion auftritt und sich mit unterschiedlichen Symptomen zeigt. Mögliche Anzeichen einer Borreliose-Infektion sind

  • Fieber

  • Kopfschmerzen

  • Muskel- und Gelenkschmerzen

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

  • Magen-Darm-Beschwerden

  • Schweißausbrüche.


Diese Symptome werden häufig mit einer Grippe verwechselt. In einigen Fällen tritt auch ein Borreliose-Lymphozytom auf. Dieses kleine, bläulich-rote Hautknötchen zeigt sich bereits im frühen Stadium und ist eine Vermehrung von Abwehrzellen des Immunsystems. Häufig sind Kinder davon betroffen. Dieses Lymphozytom erscheint vor allem im Genitalbereich, an den Brustwarzen, an den Nasenflügeln und an den Ohrläppchen.

Da eine Borreliose schwerwiegende Spätfolgen wie Nervenerkrankungen, Augenerkrankungen oder Herzerkrankungen haben kann, ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung wichtig.

Lässt sich der Haarverlust durch die Infektion vermeiden?


Die umgangssprachlich als Zeckenschutzimpfung bezeichnete Impfung gegen Frühsommer-Meningitis bietet keinen Schutz vor Haarausfall bei Borreliose und vor anderen Erscheinungen der gefürchteten Borreliose. Sie schützt lediglich gegen Frühsommer-Meningitis (FSME). Einen Impfstoff gegen Borreliose gibt es in Deutschland bislang nicht, da in Europa verschiedene Arten von Borrelien vorkommen.

Um einen Haarausfall bei Borreliose zu vermeiden, sollten Sie nach der Gartenarbeit und nach Waldspaziergängen Ihren Körper gründlich nach möglichen Zeckenbissen absuchen. Vorhandene Zecken entfernen Sie möglichst rasch. Die Einstichstelle sollten Sie desinfizieren. Bemerken Sie Anzeichen einer Wanderröte, ist es höchste Zeit, zum Arzt zu gehen. Die Chancen, eine Borreliose zu vermeiden, sind umso größer, je früher die Diagnose gestellt und die Behandlung vorgenommen wird.

Der Arzt kann anhand einer Blutuntersuchung feststellen, ob Sie mit Borreliose-Erregern infiziert sind. Eine solche Infektion ist auch noch nach Jahren nachweisbar, wenn die Borreliose noch nicht zum Ausbruch gekommen ist. Der Arzt kann dann Antikörper nachweisen. Ist eine Borreliose eingetreten, behandelt sie der Arzt mit Antibiotika.

Wie erfolgt die Behandlung von Haarverlust durch eine Infektion?


Ist ein Haarausfall bei Borreliose eingetreten, kann die Borreliose nicht mehr geheilt werden. Eine Behandlung mit Medikamenten ist noch möglich, doch werden dadurch nur die Beschwerden gelindert. Die Erreger lassen sich eindämmen. Ein Haarverlust kann verzögert oder aufgehalten werden. Die Grunderkrankung verbleibt im Körper. Daher können immer wieder Beschwerden auftreten.

Der Haarverlust ist nicht mit Haarwuchsmitteln oder natürlichen Produkten behandelbar, da die Haarfollikel zumeist bereits abgestorben sind. Eine Haartransplantation ist möglich. Um das Ausfallen der transplantierten Haare zu verhindern, sollte zuvor ein Bluttest vorgenommen werden. Der Arzt kann anhand der Blutwerte entscheiden, ob eine Haarverpflanzung den gewünschten Erfolg bringt.

Alternativ zu einer Haarverpflanzung ist eine Haarpigmentierung möglich. Sie ist dann sinnvoll, wenn Sie Ihr Haar sehr kurz tragen oder abrasieren. Die Pigmente in der Farbe Ihrer Haare simulieren nachwachsende Haarstoppeln. Sie lassen das Haar voller erscheinen, wenn es sich um einen diffusen Haarausfall handelt. Diese Pigmente sind gut verträglich.

Fazit: Borreliose kann Haarverlust verursachen


Borreliose kann nach einem Zeckenbiss auftreten. Oft macht sie sich erst Jahre später bemerkbar. Ein Haarausfall bei Borreliose ist eines der möglichen Symptome. Die Haarfollikel sterben ab. Der Haarverlust kann diffus oder kreisförmig auftreten. Bemerken Sie nach einem Zeckenbiss eine Wanderröte um die Einstichstelle, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Die Chancen auf Heilung sind dann am größten.

Ist die Borreliose bereits fortgeschritten, kann sie nicht mehr vollständig geheilt werden. Da bei einem Haarausfall bei Borreliose die Haarfollikel bereits abgestorben sind, kann nur noch eine Haarverpflanzung helfen. Um den gewünschten Erfolg zu gewährleisten, sollte vorher eine Blutuntersuchung erfolgen.
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