FUE Technik – Manuelle Entnahme

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FUE Technik – Manuelle Entnahme

Wer sich eine Haartransplantation wünscht, hat in der Regel die Möglichkeit zwischen zwei Techniken zu wählen: FUE und FUT.

In diesem Artikel wollen wir die FUE Technik etwas näher beleuchten. FUE steht für Follicular Unit Extraction was übersetzt soviel bedeutet wie Extraktion der Follikeleinheit.

Mit Follikeln sind übrigens die Haarwurzeln gemeint. Die Grafts werden bei der FUE-Technik einzeln aus dem Spenderareal entnommen und später in das Empfängerareal wieder eingesetzt.

Haartransplantation mittels manueller FUE-Technik: Der Ablauf

Bevor der Eingriff überhaupt stattfindet, erfolgt zunächst eine Besprechung mit dem behandelnden Chirurgen. Dieser legt gemeinsam mit dem Patienten fest, wie das Ergebnis hinterher aussehen soll, damit es möglichst natürlich aussieht. Ausserdem wird die spätere Haarlinie auf der Kopfhaut eingezeichnet, weswegen das Haar auch vor dem Eingriff sehr kurz geschnitten wird.

Die Entnahme der Grafts aus dem Spenderareal erfolgt mittels einer Hohlnadel, die mit einer leichten Drehbewegung in die Haarkanäle eingeführt wird. Diese Nadel hat übrigens nur einen Durchmesser von 0,7 bis 0,9 Millimeter.

Der Spenderbereich liegt meist an den Seiten oder am Hinterkopf, also im sogenannten Haarkranzbereich.( genannt auch Donorbereich) 

Nach der Entnahme erfolgt eine Pause, bei der die Transplantate in einer speziellen Nährflüssigkeit gelagert werden, auf ihre Gesundheit überprüft und noch einmal aufbereitet werden, damit eine hohe Anwuchsrate erfolgen kann.

Anschließend wird das Empfängerareal so präpariert, dass die Grafts transplantiert werden können. Das heißt es werden sogenannte „Slits“ (kleine Einschnitte in die Haarkanäle) gesetzt, in die die Grafts anschließend mit Hilfe einer Pinzette oder einer Injektionsnadel eingeführt werden.

Dabei wird auch besonderes Augenmerk auf die Haarwuchsrichtung gelegt, damit das Ergebnis anschließend nicht mehr von der Natur zu unterscheiden ist.

Vorteile
+ Der große Vorteil der FUE Technik (Follicular Unit Extraction) ist, dass sie viel schonender zur Kopfhaut ist und das es zu keinerlei Narbenbildung kommt (im Gegensatz zur FUT-Technik).

+ Zudem ist der Heilungsprozess um einiges schneller, wenn der Patient gewisse Regeln beachtet, was die Pflege der Kopfhaut und der Grafts betrifft.

+ Zudem ist die Anwuchsrate der eingesetzten Transplantate bei der FUE-Technik sehr hoch.

+ Das fertige Ergebnis kann der Patient dann nach circa 12 Monaten auf seinem Kopf bewundern.
Nachteile
- Das große Manko an der manuellen FUE Technik ist die Dauer des Eingriffs. Dieser kann durchaus acht bis neun Stunden oder noch länger dauern.

- Zudem kann es auch sein, dass mehrere Sitzungen erfolgen müssen, gerade dann, wenn der Haarverlust bereits schon sehr fortgeschritten ist.

-In manchen Kliniken wird das Personal während eines solchen Eingriffs ausgetauscht um Fehler durch Ermüdung zu vermeiden.